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Heimspieltag: Bezirksliga Tabellenführer kommt nach Obertürkheim - Auf gehts TVO Fans

Spitze im Spitzenspiel

Bezirksliga-Handballer des TV Obertürkheim besiegen den Tabellenführer HC Winnenden mit 32:31

 

Von Torsten Streib

Oftmals halten Spitzenspiele nicht das, was sie versprechen. Nicht so das Aufeinandertreffen zwischen dem Tabellendritten TV Obertürkheim und dem bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer HC Winnenden. Die gut 150 Zuschauer in der Ballsporthalle in Obertürkheim kamen voll auf ihre Kosten, sahen eine Partie, in der  beide Teams   starke Leistungen ablieferten. Das Tempo war über die 60 Minuten sehr hoch, technische Fehler kaum zu entdecken und beide Reihen präsentierten teilweise herrlich herausgespielte Tore. So kam der Kempa-Trick nicht nur einmal erfolgreich zum Einsatz oder schafften es die Angriffsreihen, mit anderen schnellen Stafetten, ihre Spieler in aussichtreiche Wurfpositionen zu bekommen. Darüber hinaus war das intensive und bis zur letzten Sekunde spannende Spiel äußerst fair. Dass seine Mannschaft den Spannungsbogen vollkommen ausreizte, das gefiel TVO-Trainer Klaus Schardt  unmittelbar  indes nicht.  Exakt 1,02 Minute vor dem Ende verwandelte Manuel Berner einen Siebenmeter zum 32:30 für die Hausherren. Die endgültige Entscheidung,  dachten die TVO-Anhänger. Die Gäste nahmen erwartungsgemäß noch eine Auszeit. Schardt wies seine Spieler in der Unterbrechung  daraufhin, dass „die Winnender einen  Kempa-Trick versuchen werden und anschließend sollten sie ruhig die Uhr runterspielen“.  Was passierte? Winnenden erzielte den Anschlusstreffer per Kempa-Trick und postwendend verwarfen die TVOler das Spielgerät. So blieb Winnenden doch noch die Chance zum Ausgleich. Doch wie häufig im Spiel hatte TVO-Schlussmann Timo Wenger keine Lust, den Ball aus dem Netz zu holen. Obwohl ein Winnender frei zum Abschluss kam, versaute er dem Tabellenführer per starkem Reflex den Spieltag und sicherte seinem Team den Sieg. „Unfassbar, dass wir uns nochmals so in Bedrängnis gebracht haben“, schüttelte Schardt direkt nach dem Abpfiff den Kopf. Doch der Ärger war schnell verflogen und Schardt lobte sein Team für ein ganz hervorragendes Spiel: „Was wir abgeliefert haben, war  top. Wir haben einfach eine geile Mannschaft und es macht auch im Training unheimlich viel Spaß, mit den Jungs zu arbeiten“, so Schardt. Weniger gut zu sprechen war er indes auf die beiden Unparteiischen. Es sei kein Problem, dass man einen schlechten Tag erwische und schwach pfeife. Doch dann solle man der Linie auf beiden Seiten treu bleiben, so Schardt. Speziell im ersten Abschnitt kassierten die Gastgeber fünf Hinausstellungen, während die Gäste gerade mal ein Mal in Unterzahl waren. „Es ist schwer, für Abwehrspieler einzugreifen, wenn alles geahndet wird.“ Auch das Sieben-Meter-Verhältnis war schief. In der ersten Hälfte traten die Winnender sechs Mal zum Sieben-Meter-Strich, die Hausherren kein einziges Mal. Letztlich bekamen die Gäste zehn, die Hausherren vier Siebenmeter zugesprochen.

Der TVO legte los wie die Feuerwehr. und führte bis zur 10. Minute mit 5:0. Allmählich kam der Tabellenführer in Schwung und die Partie wurde besser und besser. Bis zur Pause verkürzten die Gäste auf 13:16. Nach 40 Minuten wurde Robin Sommer disqualifiziert, als er bei einem Siebenmeter Schlussmann Wenger am Kopf  traf. Fünf Minuten später jubelten die Gäste – Konstantin Weissert brachte sein Team erstmals in Führung. Gleichzeitig aber auch ein bitterer Moment: Der starke Ideengeber verletzte sich bei dieser Aktion ohne gegnerische Einwirkung am Knie und konnte nicht mehr weiterspielen. Die TVOler ließen sich indes nicht aus dem Konzept  bringen und hatten letztlich das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite.

Somit hat man nach Minuspunkten mit dem HC Winnenden gleichgezogen. Für den HC war es die erste Punktspiel- und die  zweite Niederlage der Saison. Die erste setzte es im Pokal. Der damalige Gegner hieß ebenfalls TV Obertürkheim.

TV Obertürkheim: Timo Wenger, Klar beide im Tor),  Silberberger (4), Jerkovic (1), Patrick Goldbach (5), Berner (9/2),   Rauscher (1/1),  Wenger (7), Mokrovic (1), Serra, Dominic Goldbach,  Rinker (4).

HC Winnenden: Lorey (im Tor), Rose (1),Rilling (5), Krathwohl,  Golderer (1), Traub, Häußler, Weissert (5), Sommer (5/2),  Härdter (1), Friz (8/4),  Haupt (1), Hammer (4).